WA/15.11.2011/Hamm-Heessen

Theaterprojekt zur Berufsorientierung

HEESSEN ▪ „Zukunft fördern“, unter diesem Motto standen zwei Projekttage, an denen 16 Schüler der Erich-Kästner-Schule an einem theaterpädagogischen Berufswahltraining teilnahmen. Am Ende standen kleine Szenen aus dem Arbeitsalltag, die gestern im Jugendzentrum Bockelweg aufgeführt wurden. Dort wurden die Projekttage insgesamt durchgeführt.

Die Schüler der Erich-Kästner-Schule haben beim Theaterprojekt spielerisch erprobt, wie sie sich später in der Arbeitswelt verhalten können.

 

Die Schüler sind seit Ende der Sommerferien in der Oberstufe. Schwerpunkt des Unterrichts ist hier die Beruforientierung. Das Theaterprojekt sollte dazu den Einstiegbieten. Die Schüler sollten auf spielerische Weise lernen, sich zu trauen, zum Beispiel nach einem Praktikumsplatz zu nachzufragen, die eigenen Stärken zu zeigen und selbstbewusst in ungewohnten Situationen aufzutreten. Denn all das, wird künftig auf dem Weg ins Berufsleben und später in der Arbeitswelt von ihnen abverlangt werden.

 

Das Theaterprojekt bot ihnen die Möglichkeit, vieles schon einmal in spielerischer Weise auszuprobieren: sich vorzustellen, Informationen einzuholen, den Umgang mit eigenen Fehlern, sich zu entschuldigen, den Umgang mit Hierarchie, Kritik anzunehmen, aber auch laut und deutlich zu sprechen. Erwünschter Nebeneffekt war die Stärkung des Selbstwertgefühls.

 

Zur Seite standen ihnen dabei vier Theaterprofis des Wuppertheaters: Leonore Franckenstein, Marcia Ramirer, Gabi Bölke und Michi Kleiber. Das Wuppertheater hat das Konzept entwickelt und bietet in Zusammenarbeit mit der Wuppertaler RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) die Theaterworkshops an. An landesweit 55 Schulen wurden sie bereits durchgeführt. Auch die Stiftung „Partner für Schule“, das kommunale Jobcenter und das Arbeits- und Familienministerium sind beteiligt.

 

Am ersten Tag standen für die Schüler Vorübungen auf dem Programm. Unter anderem ging es darum, richtig sprechen zu lernen und den Körper richtig einzusetzen. Zudem sollten sie über ihr Auftreten nachdenken.

 

Starke Entwicklung in zwei Tagen

 

Bei der Entwicklung der Szenen wurden erste Praktikumserfahrungen und die eigenen Berufswünsche mit eingearbeitet. Dabei wurde ein Thema, das immer einen kleinen Konflikt beinhaltete, vorgegeben. Darüber improvisierten die Schüler und entwickelten die einzelnen Szenen. Und schließlich trauten sie sich dann, diese kleinen Theaterstücke vor ihren Mitschülern und Gästen im Jugendzentrum aufzuführen.

 

Dahin zu kommen, war nicht ganz einfach. „Ihr habt die Konflikte aber gut miteinander ausgetragen. Ihr seid ein aufgewecktes Team“, sagte anschließend bei der Manöverkritik Theaterprofi Leonore Franckenstein. Und sie schlug vor, auch in der Schule Konflikte einmal spielerisch zu lösen. „Ihr habt Euch gut auf die Spiele und Übungen eingelassen“, meinte auch Michi Kleiber. „Ihr habt in den beiden Tagen eine sehr starke Entwicklung gemacht“, betonte Marcia Ramirer. „Weiter so, Ihr habt eine gute Energie“, ergänzte schließlich Gabi Bölke.

 

Ludger Bietmann, Leiter des Jugendzentrums Bockelweg, bot den Jugendlichen an, das Jugendzentrum nicht nur als Ort der Freizeitgestaltung zu nutzen. Hier gebe es immer auch Hilfen bei Bewerbungen, Behördenangelegenheiten und anderem „Papierkram“.

 

 

Zum Vergrößern bitte anklicken!
Zum Vergrößern bitte anklicken!

WA/31.10.2011/Hamm-Heessen

Keine Grenzen mehr

Jugendliche entwickeln Zukunftsvisionen

HEESSEN   Auf der Weltkarte gibt es Turkmany nicht - noch nicht. Doch wenn es nach den Jugendlichen des Jugendzentrums Bockelweg geht, die nun Besuch von Gleichaltrigen aus Hamms Partnerstadt Afyon bekommen haben (WA berichtete), wird es dieses vereinte Land der Zukunft geben. Grenzen gibt es dann nicht mehr.

Diese Vision jedenfalls erarbeiteten die 19 Jugendlichen in der vergangenen Woche und machten daraus ein Kunstwerk, das im Bürgeramt Heessen zu sehen ist. Es zeigt die Umrisse Deutschlands und der Türkei, die zu einem Land verschmolzen sind sowie viele kleine Zukunftsvisionen, etwa die Mode von morgen. ▪ rw

 


WA/30.10.2011/Hamm-Heessen

Projektwoche mit Jugendlichen aus Afyon

Sie sind zwischen 13 und 16 Jahre alt und zeigen den Erwachsenen, wie spielend ein Miteinander zwischen Türken und Deutschen funktioniert.

HEESSEN   Zehn Jugendliche vom JZ Bockelweg aus Hamm hatten im vergangenen Jahr Altersgenossen in Hamms Partnerstadt Afyon besucht. Neun jugendliche Gastgeber von damals haben nun einen einwöchigen Gegenbesuch an der Lippe absolviert. Zum Abschluss der Projektwoche präsentierten die Jugendlichen nun gestern ein Gemeinschaftskunstwerk, das vorerst im Heessener Bürgeramt zu sehen sein wird: eine Landkarte, die Deutschland und die Türkei miteinander verschmolzen zeigt. Entstanden ist sie in der "Zukunftswerkstatt Türkland Deutschkei". Und die hat die Jugendlichen in vielerlei Hinsicht gefordert. Zum einen sei ihr Verständnis für andere Kulturen geweckt worden, sagen sie. Zudem haben sie gelernt, offener auf Menschen zuzugehen. Und ihr Englisch habe sich deutlich verbessert, da Verständigung zwischen beiden Lagern am besten in dieser Sprache funktioniert habe. ▪ rw

 


Zum Vergrößern bitte anklicken!
Zum Vergrößern bitte anklicken!

WA/28.10.2011/Hamm-Heessen

Jugend in Aktion

Junge Menschen aus Heessen und Afyon verbringen eine interessante Projektwoche

HEESSEN ▪ Tränen der Wiedersehensfreude flossen am Sonntag bei der Ankunft und Tränen des Abschieds werden sicherlich auch kommenden Sonntag fließen, wenn die Jugendlichen aus Afyon und Heessen ihre Projektwoche beenden.

„Wir haben schon viel Spaß gehabt“, sagt Karoline Kluger vom Jugendzentrum Bockelweg, die das Projekt, das über das EU-Programm „Youth in Action“ gefördert wird, betreut. Bis auf zwei Jugendliche aus Afyon findet der Gegenbesuch in Hamm mit der selben Besetzung statt, wie schon beim ersten Projekt 2010 in der Hammer Partnerstadt Afyon.

 

Die türkischen Gäste seien begeistert von Hamm. „Vor allem das viele Grün in der Stadt hat sie überrascht“, gibt Kluger die ersten Eindrücke wieder. Afyon liegt in Westanatolien auf einer Höhe von über 1000 Metern und hat deswegen eine wesentlich spärlichere Vegetation. Aber auch die völlig andere Architektur der Stadt habe die jungen Menschen aus Afyon beim Stadtrundgang erstaunt. Neuland für die Gäste sei auch der Besuch des Musicals „Starlight Express“ in Bochum gewesen. Wie sich die Interessen der Jugendlichen gleichen, sei hingegen bei der „Shopping“-Tour deutlich worden. Interessante Eindrücke sammelten alle Teilnehmer auch beim Besuch der Arbeitsschutz-Ausstellung (DASA) in Dortmund oder beim Besuch des „Herbstleuchtens“ im Maxipark.

 

Dass die Nächte im Jugendgästehaus am Sylverberg nur kurz sind, sei ebenfalls nicht verwunderlich, erklärte die Mitarbeiterin des Jugendzentrums. Trotz aller sprachlicher Hindernisse verstünden sich die Jugendlichen nahezu blind.

 

Neben dem großen Freizeitprogramm, dass dem Kennenlernen und dem besseren Verständnis untereinander dient, wird aber auch ernsthafte Projektarbeit geleistet. Im Mittelpunkt der Arbeit steht dabei, dass die Jugendlichen beider Länder individuelle und gemeinsame Zukunftsvorstellungen entwickeln. Gestern brachten die Jugendlichen zunächst zeichnerisch ihre Gegenwart und ihre Zukunftvorstellungen zum Ausdruck. Diese Ideen werden dann künstlerisch und dreidimensional gestaltet und später auf einer großen Landkarte installiert. Die Landkarte – die zusammengefügten Formen der Türkei und Deutschlands – wird am kommenden Samstag um 16 Uhr im Mittelpunkt einer Ausstellung stehen, auf der die Ergebnisse der Projektwoche der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Ausstellung findet im unteren Foyer des Heessener Rathauses (Altbau) statt. Sie wird aber auch danach noch für einige Wochen im Trakt zwischen Rathaus und Bürgeramt zu sehen sein. ▪ uw

 

 

Zum Vergrößern bitte anklicken!
Zum Vergrößern bitte anklicken!

WA/26.10.2011/Hamm-Heessen

Türkische Gäste im Rathaus empfangen

HEESSEN ▪ Zehn Schüler aus Hamms Partnerstadt Afyon sind zurzeit auf Einladung des Jugendzentrums Bockelweg in Hamm (WA berichtete). Jetzt wurden sie offiziell im Rathaus von Bürgermeisterin Ulrike Wäsche (Zweite von rechts) in Hamm empfangen. Nach zwei Tagen des Kennenlernens und diversen Ausflügen in die nähere Umgebung, geht es am heutigen Mittwoch in die Workshop-Arbeit. Die türkischen Schüler werden sich zusammen mit zehn Jugendlichen aus dem Jugendzentrum Bockelweg mit dem Thema "Türkland/Deutschkei - Jugendliche beider Länder entwickeln eine gemeinsame Zukunft" beschäftigen. Am Samstag werden die Ergebnisse präsentiert.  ▪ Foto: Szkudlarek

 


Zum Vergrößern bitte anklicken!
Zum Vergrößern bitte anklicken!

WA/22.10.2011/Hamm-Heessen

Besuch aus Afyon

Jugendliche aus Heessen und der Türkei verbringen gemeinsame Projektwoche 

HEESSEN ▪ Das Jugendzentrum Bockelweg bekommt Besuch. Morgen, Sonntag, trifft eine Gruppe mit zehn türkischen Jugendlichen aus Hamms Partnerstadt Afyon in Hamm ein. Im April 2010 war bereits eine Gruppe Jugendlicher im Alter von zehn bis 16 Jahren aus Heessen zu Gast in Afyon.

Seit einigen Jahren besteht zwischen den Städten Hamm und Afyon eine partnerschaftliche Beziehung. Im Rahmen dieser Partnerschaft gab es in der Vergangenheit unterschiedliche Kontakte und verschiedene gemeinsame Aktivitäten. Nach dem erfolgreichen Projekt im vergangenen Jahr und dem Brückenbau zwischen den Gruppen stand am Ende des Projektes fest, dass der Kontakt und die entstandenen Freundschaften weitergeführt werden müssen.

Im Mittelpunkt des jetzt beantragten Projektes steht die Begegnung von jeweils zehn Schülern aus Hamm und Afyon, die die eigenen Erwartungen und Visionen ihrer persönlichen Zukunft erarbeiten und sich darüber austauschen wollen. Dabei stehen die Themen Familie, Schule, Beruf, Freizeit, Umwelt und Mobilität im Fokus der eigenen "Zukunftsforschung". Die Ergebnisse dienen der Entwicklung eines virtuellen Landes, in dem möglichst viele Visionen Platz finden. Türkische und deutsche Gesellschaftsnormen und -formen, unterschiedliche Kulturverständnisse treffen aufeinander und werden in einer Gesellschaft zusammengefügt. Diese wird Deutschkei oder Türkland genannt.

Haben Jugendliche, die in unterschiedlichen Ländern Europas aufgewachsen sind unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft? Oder verfolgen sie die gleichen Erwartungen? Wie würden diese aussehen? Das sind Fragen, mit denen sich die Jugendlichen in der kommenden Woche beschäftigen. Diese Gleichheiten oder natürlich auch Unterschiedlichkeiten sollen durch gegenseitigen Austausch, nicht nur in englischer Sprache vorgetragen werden, sondern gemeinsam malerisch, gestalterisch oder auch musikalisch erfahren werden, heißt es in der Projektbeschreibung.

Die Begegnung in Hamm sieht neben dem Besuch von themenspezifischen Ausstellungen auch den Besuch von kulturellen Veranstaltungen, die das Thema wiederspiegeln, vor.

Als gemeinsame Sprache ist Englisch vorgesehen. Die Jugendlichen sollen in der Vorbereitung auf dieses Projekt in einem gezielten Sprachkurs auf die Begegnung und die Thematik vorbereitet werden. Via Internet - auf einer eigens dafür gestalteten Seite - können sich die Schüler schon vorab gegenseitig informieren, auf das Thema vorbereiten und einen Spannungsbogen für den Besuch in der Türkei aufbauen.

Das Projekt wird in der Stadt Hamm durch die Medien wie dem Lokalen Radiosender, durch Videoaufzeichnungen und der Lokalen Tagespresse begleitet und erfährt dadurch eine hohe öffentliche Präsenz. Die entstandenen Produkte werden zum Projektende im Rahmen einer selbstorganisierten Ausstellung und einem gemeinsam organisierten Fest der Öffentlichkeit präsentiert.

Neben der Arbeit an den inhaltlichen Schwerpunkten steht am Sonntag, Montag und Dienstag aber zunächst das Kennenlernen auf dem Programm. Untergebracht sind die Jugendlichen im Haus Sylverberg im Kurpark. Stadtrundgänge, ein offizieller Empfang bei Bürgermeisterin Ulrike Wäsche, Einkaufen und der Besuch des Starlight-Express in Bochum stehen ebenfalls auf dem Programm. Am kommenden Sonntag, 30. Oktober, reisen die Gäste wieder ab.  ▪ WA

 


WA/19.10.2011/Hamm-Heessen

Martin-Luther-Schule kooperiert mit JZ Bockelweg und JGW bei Berufsorientierung

HEESSEN ▪ Kurz vor dem Schulabschluss muss man wissen, wie es weitergehen soll. Heutzutage ist es aber gar nicht mehr so einfach, seinen eigenen Weg in die Berufswelt zu finden. An der Martin-Luther-Schule in Heessen unterstützen Lehrer, das Jugendzentrum Bockelweg und das Jugendgemeinschaftwerk (JGW) in einer Kooperation die Schüler beim Start ins Berufsleben.

 

Das Kooperations-Projekt „Übergang Schule/Beruf“ wurde vor gut einem Jahr ins Leben gerufen (WA berichtete). Seit Anfang des Jahres wurden die künftigen Abgänger intensiv unterstützt. „Wir wollten sie mit einer guten Perspektive auf den Weg schicken“, sagt Ludger Bietmann, Leiter des Jugendzentrums Bockelweg. Ihr hochgestecktes Ziel scheinen sie erreicht zu haben. Alle 38 Schüler der Abschlussklasse sind so untergebracht worden, dass sie ihrem Berufswunsch deutlich näher gekommen sind. Egal ob Ausbildung oder Weiterqualifizierung an anderen Schulen, Perspektiven sind geschaffen.

 

Schulleiterin Inge Block-Löher findet ein umfassendes Programm für die Berufsorientierung sehr wichtig. Die Hauptschule trägt bereits seit 2008 das Qualitätssiegel Schule-Beruf, welches kürzlich bis 2015 verlängert wurde. „Um dieses Siegel zu erhalten, sind Angebote wie unser Projekt notwendig“, erklärt Block-Löher.

 

Seitens der Schule setzen sich Schulsozialarbeiterin Julia Sundt und die Berufswahlkoordinatorin Gerlinde Lützenkirchen ein. Sie bieten den Schülern im Rahmen des Projekts ab der 8. Jahrgangsstufe wöchentlich berufsorientierende Stunden an. Dazu kommen Sprechstunden bei Eva Harder von der Beratungsstelle JWG und durch Karoline Kluger, Sozialpädagogin im Jugendzentrum. In diesen Sprechstunden wird mit den Schülern über ihre Interessen gesprochen und werden Wege erarbeitet, wie sie ihre Ziele erreichen können. Neben der Unterstützung beim Bewerbungsschreiben, stand auch die Suche nach geeigneten Praktikumsstellen im Vordergrund.

 

„Die Schüler waren uns gegenüber sehr offen, das hat mich überrascht“, erzählt Kluger. Die Zusammenarbeit sei sehr unproblematisch gewesen, was zu dem guten Erfolg beigetragen habe. Den Mitarbeitern des Jugendzentrums war es auch wichtig, eine Vertrauensbasis aufzubauen und den Schülern das Nachmittagsangebote in der Einrichtung näher zu bringen. „Wir haben dann mehr Zeit über einen Lebenslauf zu sprechen, als in der Schule.“

 

Die Individualität jedes Einzelnen steht in dem Projekt an erster Stelle. Was möchte der Schüler und wie kann dieses Ziel erreicht werden. „Dazu gehört auch, dass wir ihnen raten, nach dem Abschluss eine höhere Qualifikation anzustreben, da sie diese für die Ausbildung benötigen“, erläutert Harder. So sei zum Beispiel ein Schüler, der den Wunsch habe, Erzieher zu werden, nun auf dem Elisabeth-Lüders-Kolleg.

 

„Wir wollen sie nicht irgendwie vermitteln, sondern ihnen eine gute Perspektive für ihren Berufswunsch geben“, erklärt Sundt. Das Projekt werde auf jeden Fall weitergeführt. Die Resonanz seitens der Schüler habe alle Beteiligten bestärkt.

 

 

WA/08.08.2011/Hamm-Heessen

Ferienspaß auf dem „Bockelbauernhof“

HEESSEN ▪ In einen Bauernhof verwandelte sich diesmal die Wiese hinter dem Jugendzentrum Bockelweg im Rahmen des Ferienspaßes. Eine Woche lang errichteten die rund 70 Kinder Ställe und Wohnhaus, Schuppen und was sonst noch zu einem richtigen landwirtschaftlichen Betrieb gehörte. Auch die passenden Tiere gab es auf dem „Bockelbauernhof“ zu sehen.

Passend zum Thema kamen die Kinder jeden Morgen erst einmal im Strohkreis zusammen und sangen das Bauernlied, bevor sie sich an die Arbeit machten. Neben dem Sägen, Hämmern und Bauen waren die Tiere natürlich jeweils die Höhepunkte der einzelnen Tage. Zum Auftakt am Montag der vergangenen Woche kam Ute Billermann aus Herbern mit zwei Zicklein auf den Bockelbauernhof. Ein zwölf Wochen altes Schweinchen brachte am Dienstag dann der Heessener Landwirt Stefan Gerkamp. Die „Geschwister“ hatte er bereits zur Mast an andere Landwirte geliefert. Gerkamp sorgte übrigens auch mit vielen Strohballen für die richtige Dekoration.

Viel Interesse weckten am Mittwoch Ralf Bergermann und Karl-Friedrich Bertram vom Rassegeflügelzuchtverein Hamm-Norden/Heessen mit ihren Brieftauben. Die waren gerade erst von einem Preisflug zurückgekehrt und wurden am Ende natürlich auch wieder aufgelassen, um zum Schlag zurück zu fliegen.Noch einmal kam Bertram mit Richard Bergermann dann am Donnerstag zum Bockelweg. Die beiden hatten diesmal verschiedene Arten von Rassegeflügel dabei. Die konnten die Kinder auch anfassen und streicheln.Zu einem richtigen Bauernhof gehört auch ein Hofhund. Den brachten am Donnerstagmittag Josef und Claudia Westhoff vorbei. Bordercollie Courtney ist Hütehund aber auch im Hundesport „Agility“ ausgebildet. Am Nachmittag führten Daria Kusch und Renate Tzschätzsch Agility und eine Trickdog-Show vor. Außerdem kam Dieter Kramer mit einem großen Trecker vorbei.

Ausflüge zu

echten Landwirten

Den Abschluss bildete dann die Bauernolympiade am Freitag. Hier mussten die „Jungbauern“ ihr Können unter anderem bei Kartoffeldruck, Kuhmelken, Sackhüpfen und Schubkarrenrennen beweisen. Am Ende erhielt jeder ein Bauerndiplom und eine Stroh-Taufe.

Höhepunkt dieses Tages war Claudia Young, die den „Bockelbauernhof“ mit ihrem Pferd besuchte. Natürlich durfte jedes Kind einmal kurz darauf reiten. Darauf hatten sich viele schon wochenlang gefreut.

Während der ganzen Woche ergänzte die Künstlerin Saskia Holsträter das Programm mit ihren Bastelangeboten. Unter anderem stellten die Kinder Tiere aus Kaninchendraht und Pappmaché her.

Die Kontakte zu den Landwirten hatten Claudia und Dieter Kramer hergestellt. Ihnen dankt Caroline Kluger vom Jugendzentrum ebenso wie den Eltern, die unter anderem für Kuchen, Eis und Melonen sorgten. Auch den vielen ehrenamtlichen Helfern und Nachbarn dankt sie. „Das ist das Besondere auf dem Bockelweg. Hier packt jeder an“, sagt sie. Unterstützung erhielt das Jugendzentrum auch vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband.

Passend zum Thema besuchten viele der Kinder gestern den Bauern Willi Freisfeld in Westhusen. Heute geht es mit dem Bus zum Prickings Hof von Bauer Ewald. Diese Fahrt ist ausgebucht.

WA/21.06.2011/Hamm-Heessen

Lina und Michelle leiten jetzt die Hip-Hop-Gruppe

HEESSEN ▪ Tanzen ist für Lina Baumbach und Michelle Mrogenda (beide 16) nicht nur ein Hobby, sondern eine große Leidenschaft. Seit dem Ferienspaß 2002 machte Lina bei den „Streetgirls“ des Jugendzentrums Bockelweg mit. Ein Jahr später gelang es ihr, auch ihre Freundin Michelle dafür zu begeistern. Als die langjährige Leiterin der Hip-Hop-Tanzgruppe, Bedrija Ramadani, aus persönlichen Gründen aufhörte, hatte sie sofort die beiden als Nachfolgerinnen im Auge.

Lina und Michelle sagten zu und bieten ab sofort zwei Termine im Jugendzentrum an: Lina trainiert montags von 18 bis 20 Uhr die Zwölf- bis 17-Jährigen und Michelle ist mittwochs von 16 bis 18 Uhr für die Acht- bis Zwölfjährigen da. Zunächst können aber alle interessierten Jugendlichen an beiden Tagen kommen. Ausdrücklich laden Lina und Michelle auch Jungen zu den Terminen ein. Gerade jetzt sei eine sehr gute Zeit für Neueinsteiger, sagen sie.

Ludger Bietmann, Leiter des Jugendzentrums, freut sich, dass wieder zwei „Eigengewächse“ die Gruppenleitung übernehmen und damit die lange Tradition fortführen. Denn auch die Vorgängerinnen waren alle im Jugendzentrum „groß geworden“.

Als Tänzerinnen haben die beiden im Duo schon viele Wettkämpfe bestritten und schöne Erfolge erzielt. Unter anderem belegten sie bei den Westdeutschen Meisterschaften 2009 den siebten Platz und zogen damit die Fahrkarte zu den Deutschen Meisterschaften. Oft waren sie an den Wochenenden unterwegs und traten auch im Maxipark, beim NRW-Tag und beim City-Fest auf.

Beide haben sich auch außerhalb des Jugendzentrums in einer Tanzschule intensiv fortgebildet. Michelle trainiert seit einem Jahr intensiv, um im Disco-Fox an Turnieren teilnehmen zu können. Sie geht zurzeit auf das Galilei-Gymnasium und macht ihr Abi. Lina geht momentan noch auf die Realschule Heessen. Sie ist nicht nur in der Tanzkunst sondern auch in der bildenden Kunst aktiv und besucht nach dem Sommerferien die Gestaltungsschule in Dortmund. Dort ist sie als beste Bewerberin aufgenommen worden.

Mit der Tanzgruppe haben die beiden bereits die ersten Termine. Am 6. Juli ist ein Auftritt auf dem Sommerfest der Senioren von St. Marien vorgesehen. Dort trat die Tanzgruppe bereits vor zwei Jahren auf und wurde mit viel Beifall belohnt. Ziel der beiden ist es, eine stabile Tanzformation im Jugendzentrum aufzubauen.

WA/25.05.2011/Hamm-Heessen

Zivis leisten wertvolle Arbeit

HEESSEN ▪ Nach gut 25 Jahren geht im Jugendzentrum Bockelweg eine Ära zu Ende – die Ära der Zivildienstleistenden. 25 Jahre lang haben sie sich nahezu unentbehrlich gemacht, sind immer gut ins JZ-Team integriert gewesen und haben wertvolle Arbeit geleistet. „Sie haben unsere Arbeit bereichert“, sagt JZ-Leiter Ludger Bietmann.

So war es auch mit Sebastian Füser, dem letzten seiner Art, der am 15. Juni offiziell seine Arbeit als Zivi im JZ beendet. Viele Aufgaben hatte der 20-Jährige in den vergangenen neun Monaten – davon drei Monate freiwillig – zu erledigen. So hat er die Theke betreut und für Nachschub gesorgt, aber er hat sich auch als Computer-Spezialist profiliert und zum Beispiel Flyer gestaltet. „Er hat sich in allen Bereichen nützlich gemacht“, lobt Bietmann seinen letzten Zivi. Doch das war natürlich nicht alles. „Auch persönlich hat mir die Arbeit hier viel gebracht“, erklärt Füser. Er hatte bereits im Jugendzentrum Südstraße als Leiter des Thekenteams gewirkt und dort auch im Jugendzentrumsrat ehrenamtlich mitgearbeitet. Doch aus rechtlichen Gründen durfte er dort, wo er ehrenamtlich arbeitet, nicht seinen Zivildienst ableisten. Deshalb ging er ins Heessener Jugendzentrum. Die Atmosphäre dort gefiel ihm sofort gut, erzählt Füser. „Ich habe viele neue Menschen kennengelernt und neue Freunde gewonnen“, sagt er.

Zivis hätten eine ganz besondere Rolle im Jugendzentrum, erklärt Ludger Bietmann. „Sie sind Bindeglied zwischen den hauptamtlichen Mitarbeitern und den Jugendlichen.“ Und diese Rolle habe Sebastian Füser sehr gut gefüllt, sei zum Teil sogar an seine Grenzen gegangen.

Begeistert ist Sebastian Füser vor allem darüber, wie gut das JZ Bockelweg in Heessen und in der Nachbarschaft akzeptiert ist. „Die Nachbarschaft ist wirklich einmalig“, erzählt er. Mittlerweile ist er auch nach Heessen gezogen, und zwar an den Bockelweg. Das wird ihm auch seine weitere freie Mitarbeit im JZ erleichtern. Er wird nämlich künftig Computerkurse anbieten. Dazu musste er vorher noch den Jugendgruppenleiterschein erwerben.

Das wichtigste für ihn ist aber: er hat durch seine Zivi-Zeit im JZ endlich eine berufliche Perspektive erhalten. Nach vielen vergeblichen Bewerbungen vor seinem Zivildienst hat er jetzt bei der Johann Lepper GmbH eine Lehrstelle in seinem Wunschberuf Tischler bekommen. Und ist mehr als glücklich über diese Entwicklung.

Nicht ganz so glücklich sind Ludger Bietmann und sein Team. Denn ohne Zivi wird der Service – zum Beispiel an der Theke – sicherlich leiden, sagt er. Aber auch die vielen kleinen Arbeiten des Zivis müssten jetzt neu verteilt werden. „Wir arbeiten noch an einer Lösung für das Problem“, so Bietmann, der stark hofft, dass über den neuen Bundesfreiwilligendienst neue Mitarbeiter für das Haus gewonnen werden können. Interessenten können sich unter Telefon 60222 melden. 

 

WA/19.05.2011/Hamm-Heessen

Hausaufgabenhilfe „ABC bis Abi“ wird weitergeführt

HEESSEN ▪ Schnell und unkompliziert sprang die Kindertagesstätte der Johanniter-Unfallhilfe ein, als es darum ging, der offenen Hausaufgabenhilfe „Von ABC bis Abi“ ein neues Dach über dem Kopf zu geben. Denn als das Evangelische Gemeindezentrum Dasbeck geschlossen worden war, stand dieses Angebot des Jugendzentrums Bockelweg und des DRK-Migrationsdienstes vor dem Aus. Jetzt erhalten die Schüler montags und donnerstags von 16 bis 18 Uhr nur eine Tür weiter Unterstützung durch die bewährten Mitarbeiterinnen.

 

Nachdem das Familienzentrum Dasbeck – bestehend aus der Awo-Kita an der Nelkenstraße und der Johanniter-Kita an der Goldsternstraße – mit dem Jugendzentrum Bockelweg eine Zusammenarbeit vereinbart haben, ist die Hausaufgabenhilfe das erste gemeinsame Projekt. „Für uns als Familienzentrum war es klar, dass wir schnell helfen“, sagt Jutta Konert, Leiterin der Johanniter-Kita. Schon einen Tag nach ihrer Zusage kam Monika Cosfeld mit den Kindern. Unterstützt wird sie von Klara Stepanov.

Dass es so problemlos weiter geht, freut auch Tamara Rempel vom DRK-Migrationsdienst. Sie weist darauf hin, dass es in Dasbeck viele Kinder mit Migrationshintergrund gibt, die Hilfe benötigten. „Wir wollen den Eltern zeigen, dass auch künftig Hilfen vor Ort möglich ist“, sagt auch Ludger Bietmann, Leiter des Jugendzentrums Bockelweg. Und Konert freut sich, dass die Kinder der Kita ebenfalls neue Erfahrungen machen können. Zudem sei das Familienzentrum als Anlaufstelle für den Stadtteil noch gestärkt worden.

Die Anfänge von „ABC bis Abi“ liegen wohl zehn Jahre zurück. Hilfe können alle Schüler bekommen, sei es das i-Dötzchen oder der Abiturient. Das Angebot ist offen für alle. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 7 60 75. 

 

WA/27.04.2011/Hamm-Heessen

Toller Ferienspaß im Jugendzentrum Bockelweg

HEESSEN ▪ Eine positive Bilanz des Ferienspaß-Programms in den Osterferien zieht Karoline Kluger vom Jugendzentrum Bockelweg. „Wir haben wieder viele Jugendliche erreicht, die nicht zu unseren Stammbesuchern gehören“, sagte sie.

Dazu gehörte auch gleich die erste Veranstaltung am Montag- und Dienstagnachmittag vergangener Woche. Zum Osterbasteln mit der Künstlerin Saskia Holsträter hatte das Jugendzentrum die Acht- bis Zwölfjährigen eingeladen. Dabei entstanden nicht nur zahlreiche Osterhasen aus Pappmaché. Die niedlichen Tiere wurden anschließend auch draußen in ihrer „natürlichen Umgebung“ fotografiert.

Eine Lan-Party mit Übernachtung für Jungen stand dann am Montagabend auf dem Programm. Als die 22 Jugendlichen von zwölf bis 18 Jahren am Abend eingelassen wurden, verwandelten sie das Jugendzentrum innerhalb weniger Minuten in ein Wirrwarr von Kabeln und Bildschirmen. Dann wurde ber erst einmal gegrillt. Außerdem feierte ein Besucher auch noch seinen Geburtstag. Als Betreuer war Tolga Öz, ein ehemaliger Besucher des Jugendzentrums mit dabei. Er studiert inzwischen Sozialpädagogik. Besonders freute sich Kluger darüber, dass an diesem Abend jüngere und ältere harmonisch miteinander gespielt haben. Irgendwann mussten die jüngeren dann ins Bett, während die älteren durchzockten und einigen der Kopf vor Müdigkeit auf die Tastatur fiel.

Auch die Mädchenübernachtung am Mittwoch begann mit Grillen. Die Zehn- bis 18-Jährigen blieben dann noch am Lagerfeuer sitzen und tratschten. Später schauten sie Videos oder pflegten sich mit einer Gesichtsmaske. Beide Übernachtungen endeten am nächsten Morgen mit einem Frühstück.

Ein Höhepunkt war der Abschluss am Donnerstag der Video-Nachmittag mit Artur Mantei. Bereits an den die Tagen zuvor hatten einige Teilnehmer die Drehbücher für ihre kleinen Filme geschrieben. Schließlich wurde der „Bockel des Jahres“ in unterschiedlichen Kategorien verliehen.

„Viele Jugendliche nutzten die Ferienzeit aber auch dazu, um im Jugendzentrum ihre Praktikumsmappen fertig zu stellen oder Bewerbungen für Ausbildungsstellen und Praktika zu schreiben“, berichtete Kluger.

Außerdem war auch das Theken-Team des Jugendzentrums schon am Sonntag vor dem Ferienspaß bei der Musical-Gala in der Sachsenhalle im Einsatz. Vom Vorbereiten am frühen Morgen bis zum Aufräumen am Abend arbeiteten sie, um den nächsten gemeinsamen Ausflug zu finanzieren. Er soll in einen Hochseilgarten führen. „Das Team ist entstanden aus der Gruppe, die im vergangenen Jahr nch Afyon gefahren ist. Die halten immer noch zusammen und haben zum Beispiel durch ihr Auftreten bei öffentlichen Veranstaltungen wie der Musical-Gala viel Selbstbewusstsein gewonnen“, so Kluger. 

 

WA/16.03.2011/Hamm-Heessen

Jugendzentrum Bockelweg stellt neues Programm vor

HEESSEN ▪ Gut gerüstet mit den neuen Broschüren geht das Jugendzentrum Bockelweg heute zum großen Berufsinformationstag der Martin-Luther-Schule. Übersichtlich präsentiert das Jugendzentrum sein aktuelles Programm für die unterschiedlichen Zielgruppen.

Die fünf Faltblätter spiegeln auch den Wandel wider, der sich in den vergangenen Monaten im Haus vollzogen hat. „Wir haben noch einmal verstärkt darauf geachtet, wie unsere Besucher das Haus nutzen und eine noch stärkere Alterssplittung durchgeführt. Dadurch kommen jetzt vor allem im Nachmittagsbereich Kinder und Jugendliche ins Haus, die wir hier vorher noch nie gesehen haben. Außerdem hat sich das Klima im Haus noch weiter verbessert“, sagt der Leiter, Ludger Bietmann. Die Besucher seien jetzt ein Schnitt durch die jugendliche Bevölkerungsstruktur Heessens. Mit den Broschüren wolle man diesen Prozess noch weiter unterstützen.

Da ist – neben dem täglichen offenen Angebot – zum einen der übersichtlich gestaltete Wochenplan mit den Angeboten für alle Interessierten. Das reicht von Sport und Tanz über Spiele und Werken bis hin zum Computerraum und Musikstudio. Je später die Zeit, desto höher das Alter. Los geht es um 15 Uhr mit Angeboten für Kinder ab zehn Jahren. Ab 19 Uhr ist das Mindestalter 14.

Ergänzt wird dieses Programm durch die Angebote für die Schüler der Martin-Luther-Schule, mit der das Jugendzentrum eine Kooperation unterzeichnet hat. Englisch- und Matheförderunterricht wird dabei für unterschiedliche Klassenstufen angeboten.

Jeden Mittwoch ist Mädchentag im Jugendzentrum Bockelweg. Aus dem neuen Faltblatt erfahren interessierte Besucherinnen, was der Mädchentag ist, wer daran teilnehmen kann und was bis zu den Sommerferien im einzelnen angeboten wird.

Neben den zahlreichen Angeboten für die Freizeit bietet das Jugendzentrum seit langer Zeit auch Hausaufgabenhilfe und Unterstützung bei Bewerbungen an, die allen offen stehen und kostenlos sind. Auch hierbei gibt es ganz unterschiedliche Zielgruppen von Schülern ab Klasse fünf über Mädchen bis zum Abi. Dieses Angebot ist in dem aktuellen Faltblatt „Brauchst Du Unterstützung?“ zusammengefasst.

„Schule aus! . . .was dann?“ ist eine Infobroschüre zum Übergang von der Schule in die Berufswelt. Hier hat das Team des Jugendzentrums alles zusammengetragen, was dafür in Hamm wichtig ist. Dazu gehören unter anderem Adressen, Ansprechpartner, Internetadressen, Termine sowie alle weiterführenden Schulen. „Das ist alles ganz aktuell recherchiert. So etwas gab es bisher noch nicht“, sagt Bietmann.

Für Eltern, Lehrer, Ansprechpartner und andere Multiplikatoren hat das Jugendzentrum alle Angebote und das komplette Leistungsspektrum bis hin zur Stadtteilarbeit in einem besonderen Faltblatt zusammengestellt. Daraus ist auch ersichtlich, mit wie vielen weitren Einrichtungen, Schulen und Organisationen das Jugendzentrum inzwischen eine enge Zusammenarbeit pflegt und wie eng es in das soziale Netz für Jugendliche im Stadtbezirk eingebunden ist.

Erstmals wird das neue Informationsmaterial heute beim Berufsinfotag in der Martin-Luther-Schule vorgestellt. Auch beim Elternssprechtag in der Erich-Kästner-Schule und in der Realschule Heessen wird das Jugendzentrum damit vertreten sein, bevor die Broschüren im Stadtbezirks verteilt werden. Schließlich sollen die Angebote auch auf der neu gestalteten Homepage des Jugendzentrums erscheinen. Bietmann dankt ausdrücklich dem Vermessungs- und Katasteramt der Stadt für das Erstellen und Drucken der Informationsschriften. 

 

WA/02.03.2011/Hamm-Heessen

„Tanz noch mal für uns“

HEESSEN ▪ Der Abschied fällt Bedrija Ramadani schwer. Zwölf Jahre lang hat die heute 25-Jährige die Tanzgruppe „Streetgirls“ des Jugendzentrums geleitet, nachdem sie bereits drei Jahre lang mitgetanzt hatte. Das ist hier mein zweites zu Hause“, sagte sie gestern, als sie die Leitung der „Streetgirls“ offiziell an ihre Nachfolgerin abgab.

Doch ihr Entschluss steht fest. Sie ist Mutter geworden und möchte sich nun mehr um ihre Familie kümmern. 

In den vergangenen Jahren hat sie die „Streetgirls“ zu vielen Erfolgen geführt. Weit über die Heessener Grenzen hinaus war die Truppe immer wieder gern gesehen bei ganz unterschiedlichen Veranstaltungen wie dem NRW-Tag, dem Weltkindertag oder der Nacht der Jugendkultur. „Und wenn ich Mädchen hatte, das richtig gut waren, hatte ich immer das Ziel, dass sie weiterkommen. Ich habe sie zur Tanzschule geschickt“, sagt sie. Zwei ihrer ehemaligen Schützlinge sind dabei sehr weit gekommen. „Die waren am Anfang ganz steif und konnten gar nicht tanzen. Aber irgendwann hatten sie es raus. Sie sind inzwischen auf Meisterschaften und Veranstaltungen unterwegs“, sagt Berija Ramadani stolz.

Große Erfolge hat auch sie aufzuweisen: Stadtmeisterin im Hip-Hop, dritter Platz bei den Westdeutschen Meisterschaften, dritter Platz bei den Deutschen Meisterschaften und vierter Platz bei den Europameisterschaften. Darüber hinaus hatte sie ungezählte Auftritte in Discos bei Messen und anderen Veranstaltungen.

Es gelang ihr aber auch durch ihren großen persönlichen Einsatz, das Interesse am Tanzen und damit die Zahl der „Streetgirls“ enorm in die Höhe zu schrauben. Sie löste im Jugendzentrum einen regelrechten Boom aus, der seit vielen Jahren anhält. Am Anfang waren es sechs bis acht Mädchen, die sie wöchentlich trainierte. Da reichten zwei Privat-Pkw oder ein Bulli aus, um zu Wettkämpfen zu kommen. Inzwischen sind es mehr als 30 tanzbegeisterte Mädchen. Daher ist die Gruppe schon seit vielen Jahren geteilt in die „Streetgirls“ (13 bis 17 Jahre) und die „Streetgirls junior“ (acht bis zwölf Jahre). Für die Fahrt zum Wettkampf in Dortmund musste jüngst ein ganzer Bus angemietet werden. Bemerkenswert ist weiterhin, dass die Teilnehmerinnen von allen Schulformen kommen, von der Grundschule bis zum Gymnasium. Wohl nur der Fußball wirkt ähnlich verbindend.

Ein riesiges Lob hält Bedrija Ramadani für das Jugendzentrum Bockelweg bereit: „Wir wurden hier immer optimal unterstützt. Ob wir T-Shirts brauchten oder Fahrgelegenheit. Wir mussten nur etwas sagen und es wurde oganisiert.“

Zum Abschied gabe es gestern noch einmal eine Disco. „Wir wollen Dich noch mal richtig tanzen sehen“, forderten viele ein. 

 

WA/23.02.2011/Hamm-Heessen

Martin-Luther-Schule holt neue Partner ins Boot

HEESSEN ▪ Um den Abgängern noch mehr Rüstzeug für einen erfolgreichen Übergang von der Schule in die Berufswelt mitzugeben, hat die Martin-Luther-Schule gestern Kooperationsverträge mit dem Jugendzentrum Bockelweg und dem Jugendgemeinschaftswerk (JGW) abgeschlossen.

Auch mit der Agentur für Arbeit hat Schulleiterin Inge Block-Löher ein solches Abkommen unterzeichnet.

Wichtige Auswirkung für die Schüler: An drei Tagen der Woche können sie sich jetzt Rat und Hilfe im Berufsorientierungsbüro der Schule holen. Montags sitzt dort Eva Harder vom JGW, dienstags Karoline Kluger vom Jugendzentrum Bockelweg und donnerstags ein Mitarbeiter der Agentur für Arbeit. Sie alle haben unterschiedliche Schwerpunkte bei der Beratung, die sich jedoch ideal ergänzen. Die Agentur für Arbeit informiert zunächst einmal über die Möglichkeiten und Anforderungen auf dem Ausbildungsmarkt und hilft bei einer ersten Orientierung.

Wo die Arbeit der Agentur aufhört, setzt mit einer ganz individuellen Betreuung der einzelnen Schüler das JGW ein. Dabei geht es auch um ganz praktische Dinge wie die Frage, ob zu Hause vielleicht ein Computer oder Drucker fehlt, um Bewerbungen zu schreiben. Die Schüler werden eingehend bei Berufs- und Praktikumswünschen beraten, um möglichst erfolgversprechend vorgehen zu können. Sie lernen die richtigen Umgangsformen am Telefon und bei Bewerbungen („Wir können Knigge“) und sie werden ganz gezielt auf Bewerbungsgespräche vorbereitet. „Wir haben jahrelange Erfahrung und wissen, was welches Unternehmen fordert“, sagt David Manteufel vom JGW.

Ganz individuell und vor allem auch zu außergewöhnlichen Zeiten kann das Jugendzentrum die Schüler unterstützen. „Es gibt eine sehr große Schnittmenge mit der Martin-Luther-Schule“, sagt Jugendzentrumsleiter Ludger Bietmann. „Wir kennen viele der Schüler als Besucher und haben die Möglichkeit, sie über lange Zeit hinweg zu erreichen. Zudem haben wir auf unserem Rechner inzwischen 600 Datensätze, auf die wir zurückgreifen können. So stellen wir eine große Nachhaltigkeit sicher bei der Begleitung in vielen Phasen von der Schule über die Lehre bis hin zum Einstieg in den Beruf. Und manchmal auch noch darüber hinaus“, so Bietmann.

Bereits vor Monaten hat Karoline Kluger über einen Kontaktbogen in den 10er-Klassen festgestellt, wo jeder Jugendliche steht, welches seine Ziele sind und wie ihn das Jugendzentrum beim Erreichen der Ziele unterstützen kann. Inzwischen gab es auch schon zahlreiche persönliche Gespräche und Hilfen, zum Beispiel beim Ausfüllen der Anmeldebögen für weiterführende Schulen. „Unser Ziel ist eine lückenlose weitere Förderung. Wir wollen erreichen, dass alle den Übergang schaffen und stellen dazu unterschiedliche Förderstufen bereit. Wir wollen sicherstellen, dass alle Abgänger mit einer schulischen oder beruflichen Perspektive entlassen werden. Und wir arbeiten mit ihnen an diesen Perspektiven“, so Kluger.

Auf Seiten der Schule gibt es vor allem drei Ansprechpartner für den Übergang von der Schule in den Beruf: Schulsozialarbeiterin Julia Sundt, die ebenso wie die beiden Lehrkräfte Selcuk Avci und Gerlinde Lützenkirchen auch noch Berufskoordinatorin ist.

 

WA/18.02.2011/Hamm-Heessen

Hilfe bei schlechten Noten

HEESSEN ▪ Der häusliche Sturm der Entrüstung dürfte vorüber sein, jetzt geht es ans Aufräumen. Nachdem die Halbjahreszeugnisse unterschrieben wieder in der Schule vorgelegt wurden, überlegen sich viele Schüler, wie sie ihr Jahreszeugnis noch retten können. Dabei steht ihnen und ihren Eltern das Jugendzentrum Bockelweg in guter Tradition zur Seite.

Denn das Jugendzentrum hält nicht nur Freizeitangebote bereit, sondern bietet auch vielfältige und kostengünstige Unterstützung, wenn es um die Themen Hausaufgabenhilfe, Förderung und Berufswahl geht.

„Wir helfen allen, die alleine nicht weiter kommen, sei es, weil ihre Leistungen nicht ausreichen oder weil ihre Eltern zum Beispiel nicht helfen können“, sagt der Leiter des Jugendzentrums, Ludger Bietmann. „Dabei decken wir mit eigenen Kräften ein breites Spektrum ab, haben aber auch Kooperationspartner. Nicht nur Hauptschüler, sondern auch Realschüler und Gymnasiasten unterstützen wir“, betont Bietmann.

Dienstags und donnerstags bietet das Jugendzentrum von 17 bis 19 Uhr Hausaufgabenhilfe für alle ab der fünften Klasse an. Hausaufgabenhilfe für Mädchen, speziell muslimische Mädchen, gibt es ebenfalls dienstags und donnerstags. Sie findet ebenfalls von 17 bis 19 Uhr statt, allerdings im Nebengebäude am Bockelweg 13.

„Von ABC bis Abi“ heißt ein Angebot im Evangelischen Gemeindezentrum Dasbeck. Es findet in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Heessen und dem DRK-Migrationsdienst statt. montags von 15 bis 17 Uhr und mittwochs von 17 bis 19 Uhr sind hierzu Schüler aller Klassenstufen und Schulformen willkommen. Sie werden von qualifizierten, pädagogischen Fachkräften betreut. Auch an entsprechendem Lehrmaterial oder einem Klapprechner fehlt es nicht.

Offen für alle sind auch die Beratungen und Hilfen bei Bewerbungen. Sie finden montags und freitags jeweils von 18 bis 20 Uhr statt. Spezielle Bewerungshilfen für Mädchen gibt es dann nochmals mittwochs von 16 bis 18 Uhr. Hierfür ist eine Terminvereinbarung erbeten.

Außerdem arbeitet das Jugendzentrum Bockelweg eng mit der Martin-Luther-Schule zusammen und organisiert die Über-Mittag-Betreuung. Im Rahmen dieser Kooperation gibt es ein spezielles Förderangebot. Die Schüler der siebten und achten Klasse erhalten Englischförderunterricht dienstags von 15.30 bis 16.30 Uhr und Matheförderunterricht mittwochs von 15.30 bis 16.30 Uhr. Die Schüler der neunten und zehnten Klasse erhalten Englischförderunterricht dienstags von 16.30 bis 17.30 Uhr und Matheförderunterricht mittwochs von 16.30 bis 17.30 Uhr.

Weitere Informationen gibt es im Jugendzentrum Bockelweg unter der Telefonnummer 6 02 22. 

 

WA/08.02.2011/Hamm-Heessen

Besseres Verständnis zwischen Alt und Jung

HEESSEN ▪ Generationsübergreifende Arbeit gehört für die Mitarbeiter des Jugendzentrums Bockelweg seit Jahren zum Programm. Spätestens seit 2005 eine gemeinsame Fahrt Jugendlicher und Senioren durch den Stadtbezirk auf Probleme beider Altersgruppen aufmerksam machte, kam man sich näher.

„Das war ein Erfolg für beide Seiten und hat schon für ein besseres Klima im Stadtbezirk gesorgt“, erinnert sich JZ-Leiter Ludger Bietmann.

Danach gab in dieser Beziehung zunächst eine Zeit der Ruhe. Bis 2009 über einen Wettbewerb des JZ der Kontakt zum Knappenverein und zu dessen Vorsitzendem Hans-Peter Gutsche hergestellt wurde. Im Rahmen des Aktion Schachtzeichen (Ruhr2010) kam es dann zur ersten engen Zusammenarbeit zwischen JZ und Knappen. Aufführungen, Spiele-Nachmittage und beim Pannschüppentag des Knappenvereins spielte die Schülerband, es gab Tanz und Spielangebote. „Und es war richtig guter Andrang“, weiß Peter Barsnick, Jugendbeauftragter des Knappenvereins. Der Pannschüppentag habe durch die Beteiligung der Jugendlichen einen anderen Charakter erhalten. Als Gegenleistung für diesen gelungenen Tag revanchierten sich die Knappen bei den Jugendlichen, indem bei der Nacht der Jugendkultur die Versorgung mit Grillwaren übernahmen. Das kam auch bei den Jugendlichen gut an. Der Höhepunkt der mittlerweile freundschaftlichen Beziehungen bildete dann der Ferienspaß 2010. Auf dem JZ-Gelände entstand die „Zeche Bockelberg“. Der Knappenverein und auch die IG BCE sorgten für entsprechendes Beiprogramm. Bergleute erzählten aus ihrem Arbeitsalltag, Arbeitsgeräte wurden vorgestellt. „Zum Schluss konnten alle das Bergmannslied und erhielten zudem das Knappendiplom“, weiß Gutsche. „Das war ein super Ferienspaß mit Qualität“, ergänzt Bietmann. Und wieder sei es dabei gelungen Alt und Jung zusammenzubringen.

Alle Beteiligten hätten zudem das Motto „Ruhr2010 – Wir machen weiter“ beherzigt. Denn am kommenden Sonntag wird die nächste Veranstaltung in Zusammenarbeit von Knappenverein und JZ angeboten. Dann steht ein Besuch des Bergbaumuseums in Bochum auf dem Programm. 30 Teilnehmer vom Knappenverein und 21 Jugendliche haben bereits die Teilnahme zugesagt. Ein paar Plätze für Jugendliche sind aber noch frei. „Vielleicht haben ja noch Jugendliche, die an der Zeche Bockelberg mitgebaut haben, Lust, mitzufahren“, sagt JZ-Leiter Bietmann.

Interessierte können sich im Jugendzentrum (Telefon: 60222) oder bei Hans-Peter Gutsche, Telefon 0172/1685848, melden.

Aber auch das war es noch nicht in diesem Jahr. Im April gibt es eine Musicalnacht in der Sachsenhalle, der Knappenverein lädt ein. Und die Jugendlichen werden die Bewirtung übernehmen. Aber das ist eine andere Geschichte.... 

 

Archiv Auszüge aus der Presse - 2010

WA/15.12.2010/Hamm-Heessen

Mitten in Heessen

HEESSEN ▪ Jeden Nachmittag hat das Jugendzentrum geöffnet und macht den Jugendlichen Freizeitangebote offenen Bereich. Täglich läuft auch die Zusammenarbeit mit der Martin-Luther-Schule zur Durchführung der Über-Mittag-Betreuung. Es gibt Mädchentage, Elternnachmittage sowie Veranstaltungen im Rahmen der Hammer Elternschule. Und auch Fußballturniere, Tanzwettbewerbe oder Workshops gehören zum „normalen Geschäft“ von Januar bis Dezember.

Giulia Miraglia, Karoline Kluger und Ludger Bietmann haben als Team des Jugendzentrums in diesem Jahr darüber hinaus noch zahlreiche außergewöhnliche Veranstaltungen organisiert und Aufgaben bewältigt. Daher blicken sie auf sehr ereignisreiche Monate zurück.

Bedingt durch den großen Zuzug von Sinti in das Wohnquartier Dasbeck widmete sich das Jugendzentrum der schulischen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Der Hammer Sinti-Beauftragte, Bernhard Winters, bot dazu im Januar dreimal wöchentlich Beratung und Unterstützung an.

Landesweit wohl einmalig ist das Projekt mit der benachbarten Martin-Luther-Schule, das im März dieses Jahres begann. Das Jugendzentrum sorgt für die Über-Mittag-Betreuung und weitere Angebote. Diese Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule findet große Anerkennung und wird von der Awo unterstützt. Die Kooperation soll weiter ausgebaut werden, unter anderem im Themenfeld Schule und Beruf.

Noch immer wirkt das Afyon-Projekt des Jugendzentrums nach. Zehn Jugendliche und vier Betreuer besuchten in den Osterferien Hamms türkische Partnerstadt Afyon. Bereits während der Vorbereitung wuchs die Gruppe zusammen. Bis heute gibt es persönliche Kontakte in die Türkei und alle erwarten den Gegenbesuch. Außerdem beteiligten sich diese Jugendlichen auch an der Eröffnungsfeier der Yunus-Emre-Moschee im Mai.

Intensiv arbeitete das Jugendzentrum auch über mehrere Wochen lang an der Vorbereitung und Durchführung des Stadtteilfestes auf dem Dasbecker Markt mit. Mit vielen Aktionen war das Jugendzentrum beim Projekt Ruhr 2010 dabei. Es beteiligte sich an der Aktion SchachtZeichen sowie am Pannschüppentag der IG BCE und der Knappen. Am Bockelweg fand die wohl beste Veranstaltung im Rahmen der Nacht der Jugendkultur zum Thema „Licht und Nacht“ statt. 60 Jugendliche machten mit. Rund 150 Gäste erfreuten sich unter anderem an Lagerfeuer, Musik und Tanz. Die Knappen und die IG BCE Heessen halfen bei dieser Veranstaltung ebenso mit wie beim Sommerferienspaß unter dem Motto „Zeche Bockelberg“. Auch dabei entstanden neue freundschaftliche Kontakte.

Weg vom Bildschirm, hin zum Handbetrieb: An den beiden Runden der Brettspiel-Liga beteiligen sich jeweils mehr als 50 Kinder und Jugendliche.

Neue Kunst

an den Wänden

Unter den Elternschulveranstaltung sticht besonders diejenige in der Yunus-Emre-Moschee hervor. Hier gelang es viele muslimische Eltern zu mobilisieren, die sonst nicht zum Teilnehmerkreis gehören. Lob gab es dafür unter anderem vom Integrationsrat der Stadt.

Ein Kraftakt und gleichzeitig ein künstlerischer Höhepunkt war die Renovierung des großen Saales unter laufendem Betrieb. Der Künstler Andreas Schulz verewigte sich hier noch einmal. Aktuell entsteht außerdem mit Unterstützung der Künstlerin Saskia Holsträter ein Wandgemälde im Keller.

„Wir schauen auf all diese und noch einige andere zusätzliche Veranstaltungen mit viel Freude zurück. Ohne das ganz große Engagement der Jugendlichen wäre das alles nicht möglich gewesen“, sagt Kluger. Dabei hebt sie besonders das in diesem Jahr entstandene Thekenteam hervor, das sich bei vielen Gelegenheiten einbrachte.

Ludger Bietmann, Leiter des Jugendzentrums, stellt fest: „Wir haben uns weiter im Stadtteil vernetzt und sind in der Mitte Heessens angekommen. Unser Haus liegt nicht nur im Zentrum, sondern unsere Besucherstruktur hat sich in den vergangenen Jahren und ganz besonders dieses Jahr so geändert, dass sie die Bevölkerung Heessens widerspiegelt.“ Er dankt auch allen Ehrenamtlichen und Honorakräften für ihren großen Einsatz. 

 

WA/24.11.2010/Hamm-Heessen

Großer Saal der Jugendzentrums renoviert
HEESSEN ▪ Wie im Urlaub oder auch wie zu Hause können sich die jungen Besucher des Jugendzentrums Bockelweg jetzt fühlen. Denn die Länder, aus denen ein Teil der Jugendlichen stammt, besuchen viele der anderen in den Ferien. Mit Landschaften, die an diese Gegenden erinnern, ist jetzt der große Saal des Jugendzentrums geschmückt. Im laufenden Betrieb wurde der Raum renoviert.
Bei der Gestaltung des großen Saals im Jugendzentrum haben viele mitgeholfen.
„Wir haben diese Motive mit Bergen und Meer ausgewählt, weil die meisten Besucher einen Bezug dazu haben“, erläutert Ludger Bietmann, Leiter des Jugendzentrums.
Natürlich gab es auch Besucher, die mit dem Verschwinden der ehemaligen Wandbemalung gar nicht einverstanden waren. „Mach es nicht weg. Das war immer da. Ich bin damit groß geworden“, lautete ein Argument. Vor 14 Jahren hatte der Künstler Carlo Coletti den Saal gestaltet.
Diesmal stammen Entwurf und Ausführung vom Künstler Andreas Schulz, der damit im Untergeschoss jetzt „einmal die Runde“ gemacht hat. Denn auch in den anderen Räumen sowie an der Außenwand und an der Garage hat er mit seinen Bildern künstlerische Akzente gesetzt.
Unterstützt wurde Schulz von rund 20 Kindern und Jugendlichen. Sie und alle anderen Besucher bekamen hautnah mit, wie viel Arbeit hinter einer solchen Renovierungsaktion steckt. Zum einen gab es erhebliche Einschränkungen beim Service, denn Speisen und Getränke wurden in deutlich vermindertem Angebot über eine Not-Theke ausgegeben. Zum anderen mussten die Jugendlichen auch mit viel weniger Platz auskommen.
Allein vier Tage dauerte es, bis der Saal ausgeräumt, die Einbauten abmontiert und die noch verbleibenden großen und schweren Möbel in der Mitte zusammengestellt und abgedeckt waren. Weitere neun Tage waren dann die Maler am Werk. Zunächst einmal galt es, Leisten, Fensternischen und Ecken zu streichen sowie die Wände komplett mit weißer Farbe abzudecken. Erst dann konnte Schulz seine Entwürfe aufbringen und mit Unterstützung der Jugendlichen farblich gestalten, wobei er dem ganzen natürlich den letzten Pfiff gab und die Glanzlichter setzte. Noch einmal einige Tage dauerte schließlich das Reinigen des Raums und das Einräumen.
Fertig ist das Werk noch nicht. Es fehlen viele Details in den Bildern. „Das wird bestimmt noch einmal eine Woche in Anspruch nehmen“, ist sich Bietmann sicher. Bis zu den Weihnachtsferien soll aber der letzte Pinselstrich erledigt sein. „Wenn wir im Januar wieder öffnen, soll alles fertig sein“, sagt er. „Und dann haben wir uns ein schönes Geschenk zum 31-jährigen Bestehen gemacht.“
Zunächst einmal dankt er Andreas Schulz, der sich weit über das vereinbarte hinaus engagiert habe. Aber auch die jungen Helfer hätten ehr viel Engagement gezeigt, ohne das die Renovierung nicht umzusetzen gewesen sei. Insbesondere dankt er Lukas Horstkemper und seinem Freund Justin-Lee Dykes. Bis an die Grenzen gegangen seien auch der Zivi Sebastian Füser, der Praktikant Benedikt Krüger sowie der „technische Direktor“ des Jugendzentrums, Ireneus Kara. Mit Farbe, Rat und Tat sei nicht zuletzt das Immobilienmanagement der Stadt am Gelingen beteiligt. Finanziert worden sei die künstlerische Renovierung zum einen mit dem Endkapital des Vereins für Kinder- und Jugendprojekte in Heessen, der aufgelöst werde. Zum anderen sei die Spende Anton Hosselmanns für den Stadtbezirk Heessen eingeflossen. Mit seinen leckeren Teigwaren habe der benachbarte Bäckermeister Bernd Brockmann die Helfer bei guter Laune gehalten, berichtet Bietmann schließlich.

WA/07.10.2010/Hamm-Heessen

FUN-Projekt bringt Eltern und Kinder näher zusammen
HEESSEN ▪ Spaß hatten die Teilnehmer des FUN-Projektes (FUN=Familie und Nachbarschaft) in den vergangenen Wochen im ehemaligen DRK-Heim am Bockelweg auf jeden Fall. In Kooperation zwischen Erich-Kästner-Schule, Caritasverband (als Träger) und der Elternschule (Finanzierung) beschäftigten sich Eltern und ihre Kinder mit dem Thema Berufs- und Lebensplanung.
Sowohl Eltern als auch Kinder arbeiteten sehr intensiv mit, freuten sich JZ-Leiter und Sozialpädagoge Ludger Bietmann und Lehrerin Petra Grünendahl, die das Seminar leiteten. Erstaunlich deutlich seien die Vorstellungen der Kinder über ihre Zukunft gewesen. Auch für die Eltern gab es Überraschungen. „Es war sehr interessant zu erfahren, wie unsere Kinder ihre Zukunft sehen“, sagte eine Mutter.
Damit war auch ein wichtiges Ziel des FUN-Projektes erreicht. „Dass Eltern und Kinder miteinander sprechen“, erklärten die beiden Leiter. Dazu gehörte in den vergangenen Wochen auch das Aufzeigen von Kommunikationsmöglichkeiten sowie Lösungen für Konflikte. Zum Abschluss mussten die Kinder mit einer bestimmten Summe einen Imbiss erstellen. Dabei konnten sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen.
Edeltraud Tümmers, Leiterin der Erich-Kästner-Schule appellierte an die Eltern: „Es ist wichtig, dass man früh mit der Berufsvorbereitung beginnt und die Sinne schärft. Und der Großteil dieser Arbeit muss im Elternhaus gemacht werden“.
Für die Teilnehmer des Projektes fast schon Verpflichtung: Alle waren sich einige, dass man sich auch künftig – privat – zum Erfahrungsaustausch treffen will.

WA/30.07.2010/Hamm-Heessen

Grandioser Ferienspaß auf Zeche Bockelberg

HEESSEN ▪ Es war diesmal ein ganz außergewöhnlicher Bauspielplatz auf dem Gelände des Jugendzentrums Bockelweg. Zum einen hatte das Thema „Zeche Bockelberg“ viel mit der nächsten Nachbarschaft zu tun. Schließlich liegen die Reste der Zeche Sachsen nur wenige hundert Meter entfernt. Entstanden sind auf dem Gelände des Jugendzentrums auch die bisher umfangreichsten und höchsten Bauten. Zum anderen waren und sind zahlreiche Nachbarn selbst Bergleute. Außerdem setzten Jugendzentrum und Knappenverein ihre Zusammenarbeit fort, die sich in diesem Jahr bei vielen Gelegenheiten entwickelt hatte.

Täglich waren in der vergangenen Woche die Knappen vor Ort, um zur Einführung die Arbeitskleidung und Werkzeuge des Bergmanns zu zeigen und zu erklären, die Bedeutung der Grubenwehr zu erläutern und Schachtgeschichten zu erzählen. Aufmerksam lauschten die rund 70 Kinder und Jugendlichen den Ausführungen, bevor die Runde jedesmal mit dem Steigerlied aufgelöst wurde. 

Anschließend entstand „die modernste Zeche Europas“ mit drei Schächten, Seilscheiben, Waschkaue, Kokerei, Direktorenvilla und einer Schienenstrecke mit Lore. Hier halfen die Nachbarn, wie zum Beispiel Jürgen Lindemann, mit Rat und Tat. Auch eine Grubenwehr wurde gebildet, die glücklicherweise nur einen ernsthaften Einsatz hatte: ein (fast) eingetretener Nagel. Der schwere Unfall mit verletztem Knie war nur eine Übung.

Dass die Zeche Bockelberg auch zu Hause intensiv besprochen wurde, war an den zahlreichen Mitbringseln aus den privaten Schatztruhen zu sehen. So kam im Laufe der Woche immer mehr Anschauungsmaterial aus dem Bergbau zusammen. Am Ende der Woche bestanden alle Teilnehmer die Bergmannsprüfung mit Bravour. Ein Höhepunkt des Abschlussfestes war dann die Verleihung der Hauer- und Knappenbriefe, streng nach Bergmannsritual, bei dem der neue Knappe per Pannschüppe und Hammer einen Klapps auf den Hintern bekommt. Zuvor hatten einige der Teilnehmer noch ein kleines Theaterstück aus dem Grubenalltag präsentiert. Einige andere hatten das Steigerlied „entstaubt“ und daraus einen fetzigen Rap gemacht.

Neben ihren Briefen konnten die frisch gebackenen Jungbergleute ein Stück Kohle, eine Plakette des Knappenvereins und ein Magazin „Benno Bergmann“ mit nach Hause nehmen.

Begeistert waren nach dem Abschlussfest nicht nur die Kinder und Jugendlichen. Auch der Leiter des Jugendzentrums, Ludger Bietmann, und seine Mitarbeiterin, Karoline Kluger, freuten sich über die tolle Atmosphäre und das große Engagement aller Beteiligten.

 

WA/05.07.10/Hamm

Chillen, Abtanzen und Theater

HAMM ▪ Jugendkultur ist vielseitig – klar, Jugendliche selbst sind es ja auch. Bei der „Langen Nacht der Jugendkultur“, die am Samstag im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 stattfand, galt entsprechend das gleiche: Quer durch das Stadtgebiet gab es ein Dutzend verschiedenster Angebote. Von Tanzen und Rappen, bis hin zu Theaterspielen, Malen und Zocken war alles dabei. Doch so unterschiedlich die Angebote waren, so unterschiedlich waren sie auch besucht.

Proppevoll war das Jugendzentrum Bockelweg in Heessen, das ursprünglich ein Licht- und Kunstprojekt zeigen wollte. Die Jugendlichen wollten jedoch mehr und so gab es den ganzen Abend über ein musikalisches Programm zum Mitmachen und Abfeiern. Neben Discomusik, bei der die Tanzfläche gerockt wurde, gab es erstmals seit 20 Jahren wieder Live-Musik am Bockelweg. Die Band „Loh High Chaos Ensemble“ von der Lohschule begeisterte die Gleichaltrigen mit Chartsmusik und sorgte mit ihrem mitgebrachten Anhang dafür, dass zwischen den Rhyneraner und Heessener Jugendlichen Freundschaften geschlossen wurden.

 

WA/01.07.2010/Hamm-Heessen

Großes Programm zur Nacht der Jugendkultur

HEESSEN ▪ „Wir stellen uns in ein neues Licht“ lautet das Motto im Jugendzentrum Bockelweg bei der Nacht der Jugendkultur von morgen, Samstag, bis Sonntag. Innerlich wie äußerlich wird das Haus stimmungsvoll in ungewohntem Lichterglanz aufleuchten. So liegt zum Beispiel schon das Holz für ein zünftiges Lagerfeuer bereit.Wer will, kann auf der Wiese zelten.

Das Erstrahlen ist aber auch im übertragenen Sinn zu sehen, denn geboten wird ein Bühnenprogramm, wie es zuvor in diesem Haus noch nicht zu erleben war. Neu fürs Jugendzentrum ist zum Beispiel Live-Musik, gespielt von den beiden Schülerbands der Lohschule und der Martin-Luther-Schule.

Absolut sehenswert ist die Tänzerin Bedrija Ramadani, die bereits viele Pokale gewonnen hat und zum einen als Solotänzerin auftreten wird, aber für die Nacht der Jugendkultur auch eine Choreographie mit Jugendlichen einstudiert hat. Sie ist zurzeit Praktikantin im Jugendzentrum.

Florian Padidar, ebenfalls Praktikant, stellt die ersten Früchte des neuen Tonstudios vor. Er nimmt dort mit Jugendlichen Raps auf. Bis zu den Sommerferien soll auch eine CD mit insgesamt 17 Stücken erscheinen. Das Tonstudio ist übrigens gerade in Eigenarbeit fertiggestellt worden.

Die gute Zusammenarbeit im Stadtbezirk Heessen zahlt sich jetzt für das Jugendzentrum aus, denn nach dem Stadtteilfest in Dasbeck haben unter anderem „Kev–O“ „Ra–hid“, einige Sinti-Musiker und „Hammcore“ mit „Sef der Chef“ als Sänger zugesagt. Coole Beats gibt es von „DJ Lada A“ und vom „59er“.

Gute Kontakte knüpfte das Jugendzentrum auch am Pannschüppentag zum Allgemeinen Knappenverein „Glück auf“ und zur IG BCE Ortsgruppe Heessen. Als Dank für die Unterstützung bei den SchachtZeichen kommen die Herren und grillen für die Jugendlichen. Ein Cocktailstand ergänzt das kulinarische Angebot.

Vor Ort sein werden auch Info- und Beratungsstände zu „Sex and Drugs and Rock‘n‘Roll“, betrieben von der Jugendsuchtberatung und der Awo.

Die Nacht der Jugendkultur im Jugendzentrum Bockelweg ist Teil der Nacht der Jugendkultur in Hamm, die vom Netzwerk Jugendkultur koordiniert wird und ihrerseits ein Beitrag zur Kulturhauptstadt Ruhr.2010 ist. Willkommen sind am Bokelweg Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren. 


 

WA/17.06.2010/Hamm-Heessen

Jugendzentrum im Endspurt bis zu den Sommerferien

HEESSEN ▪ Einen Endspurt bis zu den Sommerferien legt das Jugendzentrum Bockelweg mit ganz neuen Angeboten hin. Alle, die Freude am Tanz haben, können ihre Fähigkeiten mit der mehrfachen deutschen Hip-Hop-Meisterin Bedrija Ramadani bei einem Hip-Hop-Workshop ausbauen. Er startet am 28. Juni und findet täglich von 16 bis 18 Uhr statt. 

Eigene Songs aufzunehmen, ist ab dem 28. Juni im neuen Musikstudio des Jugendzentrums dienstags und donnerstags ebenfalls möglich. Zur Seite steht den Jugendlichen dabei Florian Padiadar, besser bekannt als Rapper „Sef der Chef“. Am Ende sollen fertige Stücke stehen, die die Teilnehmer mit nach Hause nehmen können.

Aida Kamic und Irek Kara bieten einen Kunst- und Werk-Kursus an. Wer eigene Ideen hat, kann sie dort verwirklichen. Außerem besteht die Möglichkeit am Wettbewerb „Generation Zukunft“ teilzunehmen. Dabei werden zwei Lebensgroße Figuren gestaltet. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung im Düsseldorfer Landtag werden die besten prämiert. Die Kurse finden ab sofort dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr sowie freitags von 16 bis 18 Uhr statt.

Wer auf den letzten Drücker noch sein Zeugnis verbessern will, ist bei Karoline Kluger und Aida Kamic dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr an der richtigen Adresse. Die beiden helfen auch beim Endspurt für einen Ausbildungsplatz: montags und freitags von 17 bis 19 Uhr.

Höhepunkt ist dann die Nacht der Jugendkultur am Samstag, 3. Juli, bei der die Songs, Tänze und Kunstwerke präsentiert werden. Zusätzlich gibt es zahlreiche Bühnenauftritte und coole Beats von „DJ Lady A“ alias Aida Kamic. Mit 100 Freiwürstchen sorgen IG BCE und Knappenverein fürs leibliche Wohl. Das Thema „Licht und Nacht“ wird durch ein Lagerfeuer und einen Zeltplatz unterstrichen.

Als Organisator „technischer Direktor“ und „Toningenieur“ unterstützt der ehemalige Zivildienstleistende Nihat Bay alle Aktivitäten. Alle Jugendlichen, die bei einem Angebot mitmachen wollen, können sich im Jugendzentrum Bockelweg melden. 

 

WA/17.06.10/Hamm

Nacht der Jugendkultur an vielen Orten in Hamm

HAMM ▪ Jugendkultur ist lebendig und vielfältig – wie lebendig und vielfältig, das zeigt die „Nacht der Jugendkultur“, die als Teil der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 vom 3. auf den 4. Juli, Samstag auf Sonntag, auch in Hamm zu zahlreichen Veranstaltungen einlädt. Im Angebot ist unter dem Motto „Crossover“ nicht allein Kultur für Jugendliche, sondern von Jugendlichen.

Haus der Jugend: Hier geht es bereits haben zehn Jugendliche die Chance, bei einem Graffiti- und Streetart-Wettbewerb Preise einzuheimsen; die Sprühdosen werden gestellt. Bewerbungen werden bis zum 27. Juni unter der Mailadresse outlinerockaz@yahoo.de erwartet – inklusive einer Skizze und einem Graffiti-Foto. Bei der anschließenden Disco kann man chillen, rappen und breaken; der Eintritt ist frei.

Jugendräume Christuskirche: An der LAN-Party können 30 für Jugendliche ab 16 Jahren teilnehmen; Anmeldungen sind möglich unter Telefon 43 64 36 oder per Mail unter stadtteiljugend.hammwesten @kirchenkreis-hamm.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Jugendzentrum Schultenstraße: Bei der Karaoke am Lagerfeuer ist es egal, wie schön oder schräg jemand den Text seines Lieblingsliedes zu einer Instrumentalversion trällert: Hier geht‘s ums Lauschen, nicht ums Lästern. Der Eintritt ist frei.

Jugendzentrum Casino: Unter dem Motto „Speisen und Reisen“ kochen die Jugendlichen mit Köchen verschiedener Nationalitäten Gerichte aus vielen Ländern, mit denen das Casino Kontakte verbinden. Bei dezenter Lichtkunst sind auch Erwachsene eingeladen, die Jugendarbeit des Casinos kennen zu lernen. Der Eintritt ist frei.

Kulturwerkstatt:Gleich zwei Theatergruppen der Freien Jugendkunstschule präsentieren sich hier auf der Kleinen Bühne: „Mööp“ mit Jugendlichen im Alter von 15 bis 16 Jahren zeigen Improvisationen zum Valentinstag. Bei der Gruppe „Blaue Früchtchen“ geht es anschließend um Improvisationen zum Thema „Singles“. Der Eintritt ist frei.

Kulturbahnhof: 18 Hammer Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren haben ein Jahr das Theaterstück „Raumteiler“ entwickelt – als Teil des Ruhr.2010-Projektes „pottfiction“. In dem Stück geht es um das Thema Zusammenleben. Der Eintritt ist frei.

Jugendcafé Werries: Bis das Open-air-Kino um 22 Uhr beginnt, gibt es ab 20 Uhr bereits Action mit Wii, Playstation, Kicker und Internet. Bei schlechtem Wetter wird der Film drinnen gezeigt. Der Eintritt kostet einen Euro.

Jugendzentrum Südstraße: Hier wird die beste Rap- und HipHop-Crew der Stadt gesucht. Eine Jury und die Zuschauer werden die Sieger ermitteln. Der Eintritt kostet 2,50 Euro.

Jugendzentrum Rhynern: DJ Paul Pysik sorgt bis Mitternacht für Tech- und Electro-House-Klänge. Die DJ-Ikone war unter anderem bei „Ruhr in Love“, bei der Love-Parade und mit Musikgrößen wie Sven Väth, Rush oder Mijk van Dijk aktiv. Der Eintritt kostet einen Euro.

Kulturrevier Radbod: Die besten Hammer Songs zur Fußball-WM werden bei dieser CD-Präsentation life gespielt – pünktlich zum Viertelfinale. Der Eintritt kostet 2,50 Euro.

Jugendzentrum Bockelweg: Hier geht‘s durch bis zum Morgen, denn auf einem Zeltplatz mit Lagerfeuerromantik kann auch übernachtet werden. Mit Einbruch der Dunkelheit wird das Heessener Jugendzentrum lichtkünstlerisch illuminiert, dazu gibt es eine Reihe von Aktionen zum Thema „Licht und Nacht“. Der Eintritt kostet 1,50 Euro, für Übernachtung und Frühstück werden weitere fünf Euro fällig.

Film- und Fernsehschule: Um 18.30 Uhr startet das Bluebox-Team von der Stadthausstraße 3 zu den verschiedenen Veranstaltungsorten, um einen Videoclip von der Nacht der Jugendkultur“ zu drehen. Interessierte sind eingeladen, hinzu zu kommen.

 

 

WA/14.06.2010/Hamm-Heessen

Rund 1000 Besucher beim Stadtteilfest in Dasbeck
HEESSEN ▪ Rund 1 000 Besucher kamen am Sonntag zum Stadtteilfest auf den Dasbecker Marktplatz an der Goldsternstraße. „So viele Besucher haben wir wirklich nicht erwartet. „Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Idee, ein Stadtteilfest auf dem schönen Dasbecker Marktplatz zu veranstalten, so gut ankommt“, sagte Mitorganisator Ludger Bietmann, der Leiter des Jugendzentrums Bockelweg. Sein Mitstreiter Matthias David, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Heessen, bemerkte, dass bereits bei der Eröffnungsrede von der Bezirksvorsteherin Sylvia Jörrißen rund 600 Menschen auf dem Marktplatz waren.

Es gab zahlreiche Angebote für Jung und Alt, die auch begeistert genutzt wurden. So war das Bühnenprogramm sehr unterhaltsam: Als Top Act galt die Hip-Hop-Gruppe „Hamcore“, die zum Abschluss des Programms auftrat. „Wir sind mit dem Verlauf mehr als zufrieden. Alles verläuft sehr harmonisch. Ich bin sehr glücklich darüber und merke, die Gäste sind es auch. Das schöne Wetter unterstützt das Gemeinschaftsgefühl und die gute Laune der Leute noch“, sagte Bietmann abschließend.

Foto: Best / Zum Vergrößern bitte anklicken!
Foto: Best / Zum Vergrößern bitte anklicken!

WA/12.06.2010/Hamm-Heessen

Stadtteilfest auf dem Dasbecker Markt

Wenn morgen um 13 Uhr das erste Stadtteilfest auf dem Dasbecker Markt eröffnet wird, liegt viel Arbeit hinter den Hauptorganisatoren, Matthias David (links) und Ludger Bietmann, die sogar dafür gesorgt haben, dass der Platz einen Blumenschmuck erhält. "Wir stehen aber nur stellvertretend für die vielen anderen, die hier mitmachen uns sich für den Stadtteil engagieren", sagt Bietmann. "Ich bin überwältigt von dem großen Zuspruch aus Dasbeck", ergänzt David. Um 17 Uhr beginnt der letzte Programmpunkt. Besonders viele Angebote richten sich an Jugendliche.

 

 

 

WA/12.03.2010/Hamm-Heessen

Über-Mittag-Betreuung durch das Jugendzentrum

HEESSEN ▪ „Vorbildlich“, „ein einzigartiges Projekt“, „modellhaft“, diese und viele andere Lobesworte gab es gestern bei der offiziellen Eröffnung der Über-Mittag-Betreuung für die Martin-Luther-Schule zu hören.

Dabei arbeiten die Schule und das Jugendzentrum Bockelweg eng zusammen. Lückenlos können hier die Kinder der fünften und sechsten Klassen bei Bedarf von 8 bis 17 Uhr unter Aufsicht lernen und ihre Freizeit verbringen. Nach der Schule gehen sie ins Gebäude des ehemaligen Gesundheitsamtes der Stadt Heessen, das direkt neben dem Jugendzentrum Bockelweg liegt. Sie bekommen dort ein Mittagessen. Anschließend können sie betreut ihre Hausaufgaben erledigen. Sind sie damit fertig steht ihnen, wie auch den älteren Schülern, die große Vielfalt der Angebote des Jugendzentrums im Freizeitbereich zur Verfügung. Rund 20 Schüler nutzen dieses Betreuungsangebot zurzeit täglich.

Für die Kinder und Jugendlichen der Klassen sieben bis zehn gibt es Förderunterricht und Stützkurse. Auch sie können natürlich alle Angebote des Jugendzentrums nutzen. Auch 40 Schüler dieser Altersgruppe kommen nutzen diese Möglichkeiten.

Zusätzlich gibt es Arbeitsgemeinschaften wie Kunstkurse oder die Schülerband. Einen eindrucksvollen Einblick lieferten die Schülerband „No Names“, der Chor der sechsten Klassen, die Hip-Hop-Gruppe und die Belly-Dancers mit ihren Auftritten sowie der Kunstkurs mit einer Ausstellung zum Thema „Metamorphosen“ in den Räumen.

Beeindruckt zeigte sich Bezirksvorsteherin Sylvia Jörrißen. Sie freue sich, dass so viel Leben in das Gebäude komme. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendzentrum sei vorbildlich. Die Eltern könnten sicher sein, dass ihre Kinder gut betreut würden, sagte sie. Eine tolle Arbeit, zu der man gratulieren könne, bezeichnete der Vorsitzende des Schul- und Sportausschusses, Oskar Burkert das Angebot. Jörg Hegemann sagte, man könne sich als Schuldezernent nur freuen, wenn man sehe, wie hier zusammengearbeitet werde. Die Schüler lobte er für ihre Aufführungen. Theo Hesse, Fachbereichsleiter Jugend, Soziales und Gesundheit, spannte den Bogen zu den Eltern. Viele von ihnen seien früher selbst Besucher des Jugendzentrums gewesen. Hier sei etwas entstanden, das Vorzeigecharakter in der Stadt habe. Durch die Zusammenarbeit seien Dinge möglich geworden, die man nicht erwartet habe. Er sicherte diesem Projekt auch künftig die Unterstützung der Verwaltung zu.

Inge Block-Löher erinnerte daran, dass in dem Gebäude früher einmal die Bockelwegschule untergebracht war. „Wir kehren also zurück“, sagte sie. Ludger Bietmann, Leiter des Jugendzentrums Bockelweg vermutete, dass diese Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe wohl landesweit einmalig sei. 

 

WA/09.06.2010/Hamm-Heessen

Erstes Stadtteilfest in der Gartenstadt Dasbeck

HEESSEN ▪ Eine außergewöhnliche Veranstaltung soll das Stadtteilfest am kommenden Sonntag, 13. Juni, auf dem Dasbecker Markt werden. Das lässt sich allein schon an der Zahl der Teilnehmer ablesen, die von 13 bis 17 Uhr dort für ein buntes Programm sorgen.

Fast 30 Vereine, Gruppen Organisationen und Institutionen haben sich angemeldet und wollen einen Beitrag leisten. Als Mitwirkende sind dabei: Evangelische Kirchengemeinde Heessen, LWL-Familienpädagogisches Zentrum Heessen, Amt für Soziale Integration, LEG NRW, DRK Migrationsdienst, Kleingartenverein Dasbeck, Kappenbuschschule, Förderverein der Kappenbuschschule, Martin-Luther-Schule, Awo-Kindergarten, Alten- und Rentnergemeinschaft St. Marien, Tanzgruppe St. Marien, Messdienergemeinschaft Papst Johannes, Heimatverein Heessen, Allgemeiner Knappenverein „Glück auf“, CVJM Heessen, Kreisjägerschaft, Polizei Heessen, Blue Thunder Cheerleader (SC Arminia), Dasbecker Gemeindepatzen, Loh High Chaos Ensemble, Theater AG der Lohschule, No Names, Ham-Core, Jaqueline Schönke mit Berk van Laak und Jugendzentrum Bockelweg.

Diese Vielfalt der Anbieter stellt auch sicher, dass das Programm kulturell, kulinarisch, klangvoll und kurzweilig sein wird. Sicher wird jeder Besucher auf seine Kosten kommen. Unter anderem gibt es ein buntes Bühnenprogramm, moderiert von Colleen Sanders. Das teilte Pfarrer Matthias David bei der jüngsten Stadtbezirkskonferenz Kinder, Jugend und Familie mit. Ein Beitrag werde ein Quiz, bei dem die Kandidaten ihr Wissen über Dasbeck beweisen könnten.

Gleichzeitig haben die Besucher und insbesondere die Bewohner der Gartenstadt Dasbeck bei diesem großen Fest auch die Gelegenheit, viele diejenigen kennen zu lernen, die im Stadtteil aktiv sind.

Ganz bewusst wurde das Ende des Festes auf 17 Uhr gelegt, um allen Fußballfans unter den Besuchern, aber auch den Helfern zu ermöglichen, das Spiel der deutschem Mannschaft bei der Fußball-WM zu verfolgen.

Die Vorbereitungen für das Fest laufen bereits seit vielen Monaten (WA berichtete). Die Organisation hat der Arbeitskreis Dasbeck übernommen, dem neben dem LWL-Familienpädagogischen Zentrum Heessen die Evangelische Kirchengemeinde Heessen und das Jugendzentrum Bockelweg angehören.

Das Fest soll teil der Wiederbelebung des Stadtteils Dasbeck und insbesondere des Dasbecker Marktes als dessen Mittelpunkt werden.

 

WA/19.04.2010/Hamm-Heessen

Heessener Jugendliche besuchen Afyon

HEESSEN ▪ Einen tiefen und nachhaltigen Eindruck hat die Türkeireise bei den Jugendlichen des Jugendzentrums Bockelweg hinterlassen.

Voller Spannung waren die zehn Teilnehmer im Alter von 13 bis 14 Jahren ins Ungewisse aufgebrochen, voller positiver Erlebnisse kehrten sie aus Hamms Partnerstadt Afyon zurück. Die bewegendsten Momente erlebten sie beim Abschied, als keiner der Teilnehmer seine Tränen zurückhalten konnte. Einige wären am liebsten dort geblieben. Kaum zu Hause angekommen, nahmen alle sofort Kontakt mit ihren neuen Freunden in Afyon auf. Und schon jetzt ist klar, dass einige die Kontakte privat weiter pflegen wollen. Eine Familie hat sich bereits entschlossen, den Urlaub in Afyon zu verbringen.

Der Anfang jedoch war beschwerlich. Erst tief in der Nacht erreichte die Gruppe das Hotel und alle waren aufgeregt. Doch der äußerst freundliche Empfang sorgte schnell für eine gelöste Stimmung. Am ersten Tag ging es dann gleich los mit dem Kulturprogramm: Museen, Stadtrundgang, Besichtigungen. Als die türkischen Gastgeber bemerkten, wie mitgenommen die jungen Deutschen noch waren, legten sie spontan eine Pause ein und planten den Tagesablauf um. Diese aufmerksame Besorgnis, die überaus große Gastfreundschaft und die zahlreichen Einladungen zu Festen, die für sie ausgerichtet wurden, hatten die Heessener Jugendlichen in dieser Herzlichkeit nicht erwartet.

Die Verständigung mit den türkischen Jugendlichen gleichen Alters, die die Privatschule TED Afyon College besuchen, verlief zum größten Teil auf Englisch. Da entwickelten manche ungeahnte Fähigkeiten. Vorbildlich verhielten sich die beiden türkischstämmigen Teilnehmer, indem sie immer bereitstanden, um zu übersetzen.

Während des ganzen Aufenthaltes in Afyon standen Besichtigungen und kulturelle Termine auf dem Programm. Beeindruckend war für alle die Fahrt ins phrygische Tal zu einer in den Fels gehauenen Stadt. Passend zum Thema fertigten die Teilnehmer in der Keramikwerkstatt des Universität Afyon Arbeiten, die zurzeit noch in einem Einkaufszentrum ausgestellt werden. Sie werden anschließend nach Hamm geschickt.

Projektleiterin Karoline Kluger bescheinigte am Ende allen Teilnehmern; „Das war eine trolle Gruppe, die unsere Stadt vorbildlich vertreten hat. Und ich glaube, das Ziel, ein Bewusstsein für andere Kulturen zu entwickeln, ist voll erreicht.“ Und natürlich wird schon der Gegenbesuch geplant.

 

WA/02.03.2010/Hamm-Heessen

Große Unterstützung fürs Stadtteilfest in Dasbeck

HEESSEN ▪ Das erste Stadtteilfest in Dasbeck am 13. Juni müsste eigentlich ein Erfolg werden. Ein großer Kreis von Akteuren hat sich inzwischen zusammengefunden, um die Planung voranzutreiben.

„Die Beteiligung ist ausgesprochen gut. Unter anderem machen Schulen, Kindergärten, die beiden Kirchengemeinden und der Heimatverein mit“, freute sich Pfarrer Matthias David, der am Montagabend beim jüngsten Treffen Gastgeber im Evangelischen Gemeindezentrum Dasbeck war. Mittlerweile gebe es zahlreiche Ideen für das Bühnenprogramm und viele Leute hätten Stände übernommen. Jetzt würden sie Anmeldungen verteilt, um sie noch vor Oster zurück zu bekommen und einen Bühnenplan aufzustellen. Lediglich ein übergreifendes Motto, das auch mit einer besonderen Aktion verbunden sei, fehle noch, sagt David. 

„Aber bei der positiven und angenehmen Arbeitsatmosphäre und der starken Dynamik, die sich bei den Akteuren entwickelt hat, bekommen wir das auch noch hin“, ist sich Ludger Bietmann, Leiter des Jugendzentrums Bockelweg, sicher. Auch er ist ganz begeistert darüber, dass alle an einem Strang ziehen.

Das nächste Planungstreffen für das Sommerfest ist für Montag, 14. April, bereits um 17 Uhr vorgesehen. Es findet im Evangelischen Gemeindezentrum Dasbeck statt. Eingeladen sind dazu alle, die sich für das Stadtteilfest engagieren wollen.

De Ansprechpartner des Arbeitskreises Dasbeck, der die Organisation übernommen hat, sind: Christian Nordhues vom LWL-Familienpädagogischen Zentrum Heessen, Telefon 97 36 6-6 23, Matthias David von der Evangelischen Kirchengemeinde Heessen, Telefon 6 03 68, und Ludger Bietmann vom Jugendzentrum Bockelweg, Telefon 6 02 22. 

 

Aktuelles:

Einverständniserklärung für Aqua Magis
Einverständniserklärung für Aqua Magis
kann hier herunterladen werden
Einverständniserklärung Aqua Magis.docx
Microsoft Word Dokument 50.8 KB

Besucht uns auch auf Facebook:

www.facebook.com/JugendzentrumBockelweg